Nach dem Tod von Fürst Anton Radziwill am 7. April 1833 gab seine Wittwe bei Schinkel ein Mausoleum als zukünftige Familiengrabstätte in Auftrag. Schinkel entwarf einen Zentralbau auf quadratischem Grundriss und einem turmartigen achteckigen Obergeschoß mit Zeltdach. Im Inneren wird der Raum oben durch ein Rippengewölbe abgeschlossen. Das Mausoleum wurde als Sichtziegelbau mit dreifach getreppten Rundbogenfenstern und Kranzgesims errichtet. Den Eingang bildet ein großes Rundbogenportal. Johann Heinrich Häberlin war für die Bauausführung verantwortlich. Als kurz vor Fertigstellung im Dezember 1836 auch noch die Fürstin starb, wurden die Pläne durch ein angefügtes Langhaus durch Häberlin erweitert. Es trägt äußerlich die gleiche Formensprache wie der von Schinkel entworfene Zentralbau, jedoch kann er sich nicht gegen die Monumentalität des Westturms behaupten. Ein weiterer aufwendiger Anbau mit Apsis und kleinen Seitenkapellen entstand erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Mit Fertigstellung des Mausoleums konnten im August 1838 sieben Sarkophage der Radziwills in die Familiengruft überführt werden.

(Quelle: Eva Börsch Supan, Schinkel Lebenswerk-Die Provinzen Ost- und Westpreussen und Herzogtum Posen)