Aufgenommen im Ostern 2009

Alt-Büderich wurde 1813 von napoleonischen Truppen eingeebnet. Nach dem Sieg über Napoleon wurden Pläne für eine Neuanlage des Ortes in klassizistischen Formen vom preußischen Landesbauinspektor Otto von Gloeden erstellt. Pläne für die Schul- und Pfarrhäuser wurden von der Berliner Oberbaudeputation akzeptiert. Die Pläne für die evangelische und die katholische Kirche wurden von Schinkel aber stark überarbeitet. Die ev. Kirche liegt an der nördlichen Seite des Marktplatzes und wurde 1820-22 erbaut. Es ist ein klassizistischer Saalbau mit südlich vorgestelltem Turm. Paarweise Fenster sind zwischen Pfeilern angeordnet, die zwischen dem Kaffgesims und dem Gebälk stehen. Der Turm ist mit einem flachen Pyramidendach gedeckt. Die Kirche wurde mehrfach umgebaut. 1945 wurde sie stark beschädigt und wiederaufgebaut. 1991-99 fand eine grundlegende Sanierung statt, bei der zumindest das Erscheinungsbild an die Pläne Schinkels angepasst wurde.

(Quelle: Andreas Bernhard; Gert Streit: Karl Friedrich Schinkel, Führer zu seinen Bauten, Band2;
Eva Brües, Schinkel Lebenswerk-Die Rheinlande)