Aufgenommen im April 2012

Erste Pläne für das "Wacht- und Büchsenmacherei-Gebäude" in der Zeughausstrasse wurden vom Platz-Ingenieur Major Schuberth entworfen und ist das einzig Erhaltene von den drei gleichzeitig projektierten Wachtgebäuden in Köln. Baurat Carl Ferdinand Busse bearbeitete die eingereichten Pläne in der Berliner Oberbaudeputation (OBD). Auf Grund zahlreicher Mängel fertigte Busse neue Entwürfe, die Schinkel mit seiner Unterschrift zur Ausführung genehmigte.
Die Wache ist ein zweigeschossiger, klassizistischer Bau im Rundbogenstil mit Putzquaderung. Sie ist flach gedeckt und trägt als oberen Abschluss ein kräftiges Kranzgesims. Im etwas zurückgesetztem Mittelteil befindet sich hinter den drei Arkaden eine kleine Vorhalle.
In den Jahren 1841/42 wurden die drei Wachtgebäude errichtet. Die beiden anderen Wachtgebäude standen am Heumarkt und am Waidmarkt und wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Einzig die Wache in der Zeughausstrasse wurde wieder aufgebaut und ist heute Teil des Kölner Stadtmuseums, das sich im benachbarten Marstall befindet.

(Quelle: Eva Brües, Schinkel Lebenswerk-Die Rheinlande)