Aufgenommen Ostern 2009

1822 wurde die ursprüngliche Damenstiftskirche aus dem 11/12 Jh. wegen Baufälligkeit abgebrochen. Für den Wiederaufbau an gleicher Stelle wurden zwei Entwürfe eingereicht. Der Entwurf von Otto von Gloeden wurde von Schinkel nach Form der Normalkirche bearbeitet und 1826-29 unter der Bauleitung von v. Gloeden ausgeführt. Vollendet wurde die kath. Pfarrkirche jedoch erst in den 1840er Jahren. Die Kirchweihe fand sogar erst 1852 statt. Der Bau ist auf kreuzförmigen Grundriss mit Apsis und vorgestelltem Turm errichtet. Schinkel nahm z.B. Änderungen an den Fenstern in Form und Anzahl vor. Auch sah der Schinkelsche Entwurf einen Bau mit Putzquaderung und gezogenen Gesimsen vor. Da aber der mittelalterliche Turm (entgegen dem Entwurf Schinkels) erhalten blieb, wurde das Kirchenschiff in Bruchstein errichtet. Im 2. Weltkrieg ist die Kirche völlig ausgebrannt und wurde bis 1949 in veränderter Form wieder aufgebaut und neu geweiht. Nur Kirchenschiff und Chor zeigen heute noch den Zustand zur Zeit der Erbauung.

(Quelle: Eva Brües, Schinkel Lebenswerk-Die Rheinlande)