Aufgenommen Ostern 2009

Bereits 1823 ging ein erster Plan zur Wiedererrichtung einer neuen Kirche an die Düsseldorfer Regierung. Dieser wurde abgelehnt und zwecks Ausarbeitung eines neuen Entwurfs an den Landbauinspektor Otto von Gloeden verwiesen. Ein erster Entwurf von Gloedens im Jahr 1826 wurde ebenfalls abgelehnt. Daraufhin plante er eine kleine Saalkirche und legte der Gemeinde vorerst einen Fundamentplan vor, damit diese schon mit dem Bau der dringend benötigten Kirche beginnen konnte. Die vollständigen Pläne reichte er 1827 in der Düsseldorfer Regierung ein. Dort nahm Regierungsbaurat Adolph von Vagedes erste kleinere Veränderungen vor und übersandte die Pläne nach Berlin. Dort nahm Schinkel die endgültige Überarbeitung vor. Er änderte die Höhe von 37 auf 32 Fuß, entfernte alle Blindfenster (Blenden) und nahm Einfluss auf die Gestaltung des Gesims. Nachdem von Gloeden die Detailzeichnungen nach Schinkels Angaben anfertigte, konnten 1829 die Bauaufträge vergeben werden. Aus Geldmangel wurde der Turm vorerst nur bis zum 2. Geschoss errichtet. Erst im Jahre 1886 wurde der Turm vollendet. Im Inneren fand ein barocker Hochaltar aus dem ehemaligen Katharinenkloster Gerresheim seinen Platz.
Seit 1857, als Kaplan Münzenberger das St. Josefshaus gründete, werden in den angrenzenden und zur Gemeinde gehörenden Gebäuden Kinder und alte Menschen betreut.

(Quelle: Eva Brües, Schinkel Lebenswerk-Die Rheinlande)